Archiv für November 2009

Ein Abbild des alten Rußland

Samstag, 28. November 2009

Vor einigen Jahren erhielt die Wittestraße in Tegel eine neue Einmündung zur Berliner Straße, und seitdem haben die Autofahrer die auf den Namensgeber des ein­stigen “Dalldorf” getaufte Straße trotz ihres teilweise recht schlechten Pflasters für sich entdeckt. Die meisten jedoch, die hier entlangsausen, achteten nicht darauf, daß sich ihnen nahe der Kreuzung mit der Holzhauser Straße ein verwunschenes Abbild des alten Rußland bot. Es war einmalig in Berlin und selbst guten Kennern unserer Stadt verborgen geblieben.

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Das Künstlerhaus in der Fasanenstraße

Mittwoch, 25. November 2009

Das regelmäßig vom Statistischen Landesamt veröffentlichte “Statistische Jahrbuch” wird sich wohl niemals einen Platz in der Bestsellerliste der Sachliteratur erobern. Dennoch bietet es dem, der ein wenig Interesse für die scheinbar so trockenen Zahlen aufstellungen hat, eine Fülle von Erkenntnissen. So erfährt man aus dem Buch, daß West-Berlin über eine Million Wohnungen in etwa 152000 Wohngebäuden hat. Und von diesen sind sechzehn Prozent – also jedes sechste Haus – vor 1900 erbaut worden.

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“Gott verzeih’ ihnen die Sünde,
der Schnaps steht im Spinde”

Samstag, 21. November 2009

Ein moselwein seliger Stammtisch war es, um den sich regelmäßig der “Allgemeine Deutsche Reimverein (A.D.R.)” versammelte, und sein Wahlspruch lautete:
“Reimen muß die Nationalbeschäftigung der Deutschen werden.” Gegründet hatte ihn 1882 der Chemiker Dr. Emil Jacobsen, gebürtiger Danziger und alter Mitarbeiter von Ernst Schering; ab 1871 auch Mitglied des Aufsichtsrats der damals ins Leben gerufenen Sehering AG, er blieb es bis zu seinem Tode im Jahre 1911.

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»Glück, wie wandelbar bist du.”
Aus der Chronik Schwanenwerders

Dienstag, 17. November 2009

Autofahrer müssen auf den Verkehr achten und haben keinen Blick dafür, aber auch die wenigen Fußgänger, die sich nach Schwanenwerder verirren, gehen oft achtlos an dem Denkmal vorbei, das in der Inselstraße 8 bei der Unterkunft der Wasserschutzpolizei steht. Es ist ein romantischer Säulenaufbau, der an der Vorderseite eine Tafel mit der Inschrift trägt: “Fragmente der Tuilerien 1564-1871.” Wer die Seeseite des Denkmals inspiziert, entdeckt dort den verwitterten, deshalb schwer .lesbaren Vierzeiler: “Dieser Stein vom Seinestrande, hergepflanzt in deutsche Lande, ruft Dir, Wanderer, mahnend zu: Glück, wie wandelbar bist du! 1884″

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Vom Joachimsthalschen Gymnasium ging der Blick bis nach Potsdam

Freitag, 13. November 2009

Dort, wo die Joachimstaler Straße kurz nach dem Eintritt in den Bezirk Wilmersdorf ihren Namen aufgibt und als Bundesallee nach Steglitz weiterläuft, erstreckt sich mit 150 Meter langer Front das ehemalige Joachimsthalsche Gymnasium. Während die Straße seit Jahren ohne “h” auskommt, ist es dem Gymnasium verblieben. Auch seiner einstigen Heimstatt, dem Städtchen Joachimsthal zwischen Grimnitz- und Werbellinsee in der uckermärkischen Schorfheide. Doch der Taler (und Dollar) geht auf die durch ihren Silberbergbau zu Weltruhm gelangte böhmische Stadt Joachimsthal zurück.

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