Archiv für Oktober 2009

Berlins Damenwelt finanzierte Ruhwald

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Irgendein Statistiker oder Infrastrukturtester hat ermittelt, dass die öffentlichen Grünanlagen der deutschen Großstädte von vierzig Prozent der Bevölkerung niemals besucht werden. Nur zehn Prozent gehen regelmäßig in ihren Parks spazieren und fünfzig Prozent hin und wieder. Als ich an einem schönen Sommertag mitten in der Woche durch den Park Ruhwald am Span dauer Damm in Charlottenburg wanderte, traf ich dort nur eine junge Frau, die ihren Sprössling im Kinderwagen ausführte, und ein paar Kinder mit Schulmappen.

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Das Haus hinter der “chinesischen Mauer”

Samstag, 24. Oktober 2009

Wer, um mit Fontane zu reden, nicht gerade “gröbliche Augen hat, die gleich einen Gletscher oder Meeressturm verlangen, um befriedigt zu sein”, wird selbst als zeitgehetzter Autofahrer auf dem Wege von der Potsdamer Brücke zum Lützowplatz kaum jene Villa übersehen können, die gleich einer “Insel der Ruhe” mit hellenischer Säulenhalle zwischen Von-der-Heydt-Straße und Landwehrkanal aufragt.

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Erinnerung an “Pepitas Ruh”

Dienstag, 20. Oktober 2009

Es mag sentimental klingen, dennoch gestehe ich gern, dass ich bei einer Fahrt in den schönen Span dauer Stadtwald niemals versäume, an der Ecke der Streit- und Hakenfelder Straße – wo die Niederneuendorfer Allee beginnt – den Blick nach links zu richten und “Pepitas Ruh” zu suchen. Dabei weiß ich nur zu gut, dass die erinnerungsreiche, einst so gastliche Stätte seit 1954 nicht mehr existiert.

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Geburtstagsständchen an Stiers Grab

Samstag, 17. Oktober 2009

Auf dem alten Schöneberger Kirchhof an der Hauptstraße steht inmitten prunkvoller Mausoleen der “MilIionenbauern ” eine zierliche dorische Tempelhalle. Im Jahre 1860 wurde sie nach dem Entwurf von August Stüler über dem Grabe des vier Jahre zuvor verstorbenen Baurats und Professors an der Bauakademie Wilhelm Stier errichtet. Die Grabplatte trägt die schönen Worte: “Dem Freunde, dem Lehrer, die Architekten Deutschlands.”

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Musiksalat in den Zelten

Montag, 12. Oktober 2009

Was ein richtiger Berliner ist – gleichgültig ob echter oder gelernter -, der geht Pfingsten zu “seinem” Frühkonzert, das nach alter Sitte im Freien stattfindet. Wie jeder Großstädter, der die Woche über angestrengt zu arbeiten hat, schlafen auch die meisten Berliner an Sonntagen gern in den Tag hinein. Doch einmal im Jahr, eben zu Pfingsten, stehen sie vor Tau und Tag auf, um das Frühkonzert nicht zu versäumen. Auch wenn das  Wetter alles andere als sommerlich warm ist, tut das dem Vergnügen keinen Abbruch. Man harrt bei “seiner” Kapelle aus, bis der letzte Ton verklungen ist.

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